Angorakaninchen_
Wolle auf 4 Pfoten
Angora Kaninchen Geschichte
Die Zucht des Angorakaninchens begann vor etwa 300 Jahren in England, nachdem das weiße türkische Kaninchen aus Ankara eingeführt wurde. Es ist somit eine der ältesten Kaninchenrassen der Welt. Die schon damals meist albinotischen Tiere kamen ab 1777 nach Deutschland. Ihre wertvolle Wolle und deren staatlich geförderte Produktion führten zu einer schnellen Verbreitung der Rasse. Ihren Höhepunkt erreichte die Nachfrage nach Angorawolle in Zeiten der Armut des Zweiten Weltkriegs. In der Nachkriegszeit und vor allem in den letzten 20 Jahren ging die Nachfrage jedoch stark zurück, so dass auch die Zahl der Züchter erheblich sank. Seit 2002 steht das Angorakaninchen auf der Roten Liste der bedrohten Haustierrassen.
Alternative deutsche Namen des Angorakaninchens sind, bzw. waren Seidenhase, Kaschmirkaninchen und Rupfhase.
Aussehen & Charakter
Das hervorstechendste Merkmal des Angorakaninchens ist sein langes Fell auch gennant "Wolle". Sein Fell ist sehr begehrt und wird gerne verarbeitet, vor allem zu Strickwaren.
Das besondere an der Wolle der Angorakaninchen ist, dass es keinem Fellwechsel unterliegt und ständig weiter wächst. Charakteristisch sind für Angorakaninchen neben dem am ganzen Körper langen Fell die puscheligen Ohrbüschel sowie ein ausgeprägter, wolliger Backenbart und eine Stirntolle. Je dichter das Fell ist, umso wertvoller ist aus züchterischer Sicht das Kaninchen.
Überwiegend sieht man weiße Angorakaninchen, aber es sind auch andere einfarbige Varianten sowie russenfarbige Angoras anerkannt. Sind die Tiere nicht reinrassig, treten sie auch in vielen anderen Farben auf. Allgemein gelten Angoras als freundlich und neugierig.